Home Haus und Garten Gartenarbeit inmitten des Coronavirus: Wenn grüne Träume auf Fensterbänken wachsen

Gartenarbeit inmitten des Coronavirus: Wenn grüne Träume auf Fensterbänken wachsen

by admin

Nicht dass das in Berlin ansässige Startup Grüneo jemals damit gerechnet hätte, von der Coronavirus-Krise zu profitieren, als es seine Crowdfunding-Kampagne startete, aber es könnte genauso gut eine sinnvolle Aktivität für diejenigen sein, die zu Hause bleiben und zu Hause im gartenarbeit
.

Während es für viele Startups eine Grundvoraussetzung war, über den Tellerrand hinaus zu denken und zu gedeihen, ist es für die beiden Unternehmer hinter dem Berliner Unternehmen Grüneo ziemlich wichtig, die richtigen Dinge in Kisten zu packen.

Alicia Ferrer aus einer Stadt in der Nähe von Barcelona und Lena Müller aus dem bayerischen Hof haben sich in Berlin zusammengeschlossen.

Ferrer hat einen Hintergrund im Marketing in der Wirtschaft, während Müller ihr profundes Wissen über den Gartenbau in das Unternehmen einbringt.

Die Idee dahinter

Ihre Geschäftsidee ist es, Stadtbewohner – insbesondere solche ohne Garten und ohne Balkon – dazu zu bringen, Pflanzen auf ihren Fensterbänken aus Samen wachsen zu sehen. Grüneo stellt gebrauchsfertige Kisten mit allen Zutaten zur Verfügung, die Sie für eine erfolgreiche Gartenarbeit benötigen in deiner Wohnung.
Einige mögen argumentieren, dass das Wachsen von Pflanzen genauso aufregend ist wie das Trocknen von Farbe, aber die beiden Mitbegründer des Startups sind sich einig, dass sie anderer Meinung sind.

„In Europa gibt es unter den Menschen einen Trend, gesündere Produkte zu essen und zu verstehen, woher unsere Lebensmittel im Allgemeinen stammen, um sich bewusst zu werden, was wir essen“, sagt Ferrer gegenüber DW. „Junge Menschen kaufen tendenziell mehr Pflanzen, um ihre Häuser grüner zu machen. Deshalb bieten wir Menschen eine innovative Möglichkeit, ihre Häuser nicht nur zu dekorieren, sondern tatsächlich zu essen, was sie anbauen.“

Was du bekommst

Mit einer Crowdfunding-Kampagne, die bis zum 11. April verlängert wurde, bietet Grüneo derzeit zwei Sorten seiner Boxen an. Eine ist eine Kräutergartenbox mit lila Basilikum, Petersilie und Schnittlauch; und die andere ist eine Gemüsegartenschachtel mit den Samen von Kirschtomaten, Chili und rotem Blattsalat. Die Boxen werden komplett mit Dünger, biologisch abbaubaren Töpfen, einem natürlichen Substrat sowie einer Starteranleitung für Anfänger geliefert.

Für wen ist es gedacht?

„Unsere Zielgruppe sind umweltbewusste Städter, die nach einer sinnvollen Aktivität suchen, um sich im Trubel des Alltags zu beruhigen“, sagte Müller gegenüber der DW. „Unsere Produkte sind auch für Familien mit Kindern, Heimwerker und diejenigen gedacht, die das ideale Geschenk suchen.“

Neben dem Verkauf seiner Kartons über den Online-Shop sieht Grüneo großes Potenzial im B2B-Bereich und hat sich schon früh in der Kampagne an Einzelhändler und Unternehmen gewandt. Letztere sind jedoch aufgrund der COVID-19-Pandemie und der damit verbundenen Produktionssperre derzeit mit Budgetbeschränkungen konfrontiert.
Coronavirus schneidet in beide Richtungen

„Der positive Aspekt der aktuellen Krise ist jedoch, dass viele Menschen gezwungen sind, jetzt zu Hause zu bleiben. Viele suchen nach alternativen Aktivitäten in ihren Wohnungen, und hier kommen wir ins Spiel“, argumentiert Ferrer.

„Es kann durchaus sein, dass unser Geschäft durch die Fahrt zu Hause einen Schub bekommt“, stimmt Müller zu. „Die Leute suchen nach Aktivitäten zu Hause, und wir können ihnen helfen, ihre Wohnungen zu dekorieren und sie gleichzeitig ein bisschen grüner zu machen.“

Grüneo wird nicht müde zu betonen, dass alles an seinen Kartons und deren Inhalt nachhaltig und umweltfreundlich ist.

So grün wie es nur geht

„Wir verwenden nur nachhaltiges Material und ermöglichen es den Menschen, 100% Bio-Lebensmittel anzubauen – schließlich suchen viele Menschen derzeit auf dem Markt danach“, stellt Ferrer fest.

Sie fügt hinzu, dass das Startup nur in Deutschland nach Gartenlieferanten gesucht habe, um die Transportwege kurz zu halten. Und sie betont, dass nirgendwo Kunststoffe verwendet werden – die Beutel bestehen aus Papier, die Töpfe aus Holzfasern und der Dünger aus pflanzlichen Abfällen der Zuckerherstellung, ohne dass Chemikalien beteiligt sind.

„Die meisten Substrate, die man auf den Markt bringen kann, werden aus Torf hergestellt“, fügt Müller hinzu. „Aber unser Substrat zur Unterstützung der Aussaat ist absolut torffrei.“
Müller weist auch darauf hin, dass Käufer eine einzigartige Kundenbetreuung genießen. „Ausnahmsweise gibt es unseren gedruckten Starter-Leitfaden, der Ihnen hilft, von der Aussaat bis zur Ernte voranzukommen“, sagt sie. „Wir haben auch einen Online-Werkscoach-Service, falls es weitere Fragen gibt.“

Bisher gibt es bereits rund 300 Vorbestellungen für Grüneo-Boxen, ein Betrag, den die beiden Unternehmerinnen fast selbst bewältigen können. Aber natürlich – wenn alles nach Plan läuft – wird ihr Geschäft wachsen, ebenso wie das kleine rein weibliche Team.

Während Ferrer und Müller vorwiegend den deutschen Markt im Visier haben, haben auch Kunden aus anderen europäischen Ländern bereits fest im Visier.

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