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Deutschland: DuMont beschließt, im Consumer-Media-Geschäft zu bleiben

by admin

Die DuMont Media Group, eines der größten deutschen Nachrichtenverlageunternehmen, wird nicht die gesamte Sammlung regionaler Zeitungen verkaufen und aus dem Consumer-Media-Geschäft aussteigen, sondern sich weiterhin von einzelnen regionalen Verlagsgruppen trennen.

„Für die nächste Phase seiner Unternehmensentwicklung überprüfte DuMont 2019 sein Portfolio in regionalen Medien mit dem Ziel, seine zukünftige Existenz und seine Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Im Rahmen dieses Überprüfungsprozesses hat DuMont beschlossen, das in Köln ansässige Medienhaus weiter zu betreiben “, heißt es in einer Pressemitteilung.

In deutschen Fachpresseberichten vom März letzten Jahres hieß es, das Unternehmen habe vor, aus dem Consumer-Media-Geschäft auszusteigen, was nur zwei Geschäftsbereiche zur Folge hätte: Marketing-Technologie und Geschäftsinformationen. Das Unternehmen hat die Berichte zu diesem Zeitpunkt weder bestätigt noch abgelehnt und lediglich festgestellt, dass der Verkauf eines Teils seines Portfolios eine der verschiedenen in Betracht gezogenen Optionen ist.

Die Ankündigung von DuMont, die Consumer Media Group weiterhin zu besitzen und zu betreiben, erfolgte am Mittwoch, dem 15. Januar, als das Unternehmen den Verkauf der Mitteldeutschen Zeitung Media Group an die Bauer Media Group in Hamburg bekannt gab.

In derselben Pressemitteilung hieß es, sie werde höchstwahrscheinlich später im Januar eine Entscheidung über ihre Liegenschaft Hamburger Morgenpost bekannt geben. Es wurde gemunkelt, dass die unruhige tägliche Boulevardzeitung verkauft oder die gedruckte Version nicht mehr veröffentlicht werden würde.

DuMont wies in der Pressemitteilung vom Mittwoch auch darauf hin, dass es seine Berliner Verlagsaktivitäten bereits im September an neue Eigentümer (Silke und Holger Friedrich) übergeben habe.

Nach den beiden jüngsten Verkäufen besitzt DuMont neben der Morgenpost noch folgende Titel:

Kölner Stadt-Anzeiger (Köln)
Kölnische Rundschau (Köln)
Die Express-Titel in Köln und Düsseldorf
Verkauf vorbehaltlich der Genehmigung durch die Antimonopolbehörde
Der Verkauf der Mitteldeutschen Zeitung Media Group mit Sitz im ostdeutschen Halle unterliegt der Genehmigung durch das Bundeskartellamt. Die Gruppe gibt die Mitteldeutsche Zeitung (MZ) heraus, die größte Regionalzeitung im Süden von Sachsen-Anhalt mit einer Auflage von rund 162.000 Exemplaren und 17 Lokalausgaben.

Ebenfalls in die Akquisition einbezogen sind das Nachrichtenportal mz.de; die Werbezeitschriften WochenSpiegel und Super Sonntag mit einer wöchentlichen Gesamtauflage von rund 1,3 Millionen und 27 lokalen Ausgaben; Logistik- und Druckbetriebe; der regionale Fernsehsender TV Halle; sowie Ticket- und Satzdienste. In den letzten Jahren hat die Media Group das digitale Angebot von MZ weiterentwickelt, die Druckerei in Halle erweitert und die Logistik rund um den Postdienstleister MZZ-Briefdienst erweitert.

Mit der Übernahme der Gruppe verfolgt die Bauer Media Group ihre Absicht, ihr Portfolio im regionalen Zeitungssegment zu erweitern. Marco Fehrecke, Leiter der Magdeburger Mediengruppe (die unter anderem die Tageszeitung Volksstimme herausgibt), übernimmt die Leitung der Mitteldeutschen Zeitung Media Group. Die rund 1.100 Mitarbeiter werden von der Bauer Media Group übernommen und alle vertraglichen Vereinbarungen bleiben bestehen.

Synergien als Schlüssel zum langfristigen regionalen Erfolg
„Die Bauer Media Group ist bereits stark in der Region verankert. Durch die erwarteten Synergieeffekte mit dem Magdeburger Medienkonzern schaffen wir eine gute Ausgangsposition, um den Regionaljournalismus in Mitteldeutschland langfristig aufrechtzuerhalten “, erklärte Fehrecke.

Die Vorsitzende des Aufsichtsrats von DuMont, Isabella Neven DuMont, sagte: „Die Entscheidung, die Mitteldeutsche Zeitung Media Group von der DuMont Group zu trennen, war nicht einfach. Das Medienhaus in Halle hat sich in den letzten Jahren erheblich weiterentwickelt und sehr erfolgreiche Antworten auf die herausfordernden Bedingungen in Sachsen-Anhalt gefunden. Der Einsatz von Synergien ist der Schlüssel zum langfristigen Erfolg im regionalen Zeitungsgeschäft. Wir sind überzeugt, dass die Bauer Media Group der richtige neue Eigentümer für diesen Kurs ist. “

Dr. Christoph Bauer, CEO von DuMont, sagte: „Der Prozess der Überprüfung unseres Portfolios war von Anfang an offen angelegt, verbunden mit der Absicht, jedes Medienhaus in seiner spezifischen Situation zu bewerten und die bestmögliche zukünftige Option in zu erarbeiten jeder Fall. In diesem Zusammenhang haben wir die Entscheidung über Halle getroffen. “

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